Gregen testet Produkte des täglichen Lebens…

Fans,

Natürlich könnte man denken, dass ein so erfolgreicher und begabter junger Mann wie Gregen ständig etwas Spannendes erlebt, ständig das Abenteuer sucht und sich mit dem Fallschirm fortbewegt. In Wahrheit war Gregen aber gestern abend ganz profan im Waschsalon und hatte sich eine Flasche Weichspüler der Marke Softlan Windfrisch mitgebracht. Das war clever, weil er sich damit die zusätzlichen 60 Cent sparte und so schüttete er einen gehörigen Schuss in das Weichspülerfach, stellte die Maschine an und ging nach Hause. Niemals zuvor hatte er Weichspüler benutzt, war aber letztens beim Öffnen der Waschmaschine enttäuscht über den schalen Geruch der Wäsche.

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Eine lachende Frau mit einer glücklichen Tochter, hier handelte es sich weniger um Weichspülerkonzentrat als um konzentriertes Glück. Gregen, der Produktwerbung ausblendet und nach knallharten Richtlinien entscheidet, griff zu. Lächelte die Kleine nicht, als wäre sie soeben Klassensprecherin geworden wegen ihrer duftenden Pullover?

Kaum war die Maschine geöffnet, bemerkte auch der als Sexsymbol verkleidete Gregen Weichspülergeruch, da nickte er zufrieden in die Trommel hinein. Später roch nicht nur die Wäsche, sondern auch die Wohnung. Dann hatte die Weichspülerkonzentration in der Luft einen Grad erreicht, an dem Gregen, der gerade Essen zubereitete, bemerkte, dass nicht die aufgehängte Wäsche nach Essen roch, sondern das Essen nach Weichspüler.

Und spätestens jetzt war Gregen klar, dass Softlan ein ganz schlimmer Lügenverein ist, denn am nächsten Morgen war die Windfrische einer erdrückenden ganz herben Note gewichen. Hernach machte sich Gregen daran, diesen Geruch zu definieren und er erfand ein Aftershave der Marke Cheap!, benutzt von einem älteren Herrn im Trenchcoat, der seinen Opel Prekariat oft an öffentlichen Parks parkt und dort den Trenchcoat vor Kindern öffnet. Hatte Gregen sich etwa getäuscht? Hatte er womöglich das falsche Produkt gewählt? Ein Bekannter, den Gregen hiermit grüßt, sagte eben: „Also dezent ist was anderes.“

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